Die Technik

Die Künstlerin verbindet Techniken, die im Mittelalter von Handwerkern benutzt wurden mit neuen Erkenntnissen aus dem Bereich der Keramik und der Emaille. Das Grundmaterial ist immer Holz, wobei versucht wird, Form und Struktur des Holzes in das Bild zu integrieren. Holz ist ein lebendiges Material voll Gefühl. Für diese uralte Technik des Malens mit sehr vielen Farben und Formen ist es das perfekte Material. Das Holz wird zunächst vollständig oder auch nur teilweise mit Gips verkleidet. Je nachdem benutzt man verschiedene Holzsorten wie z.B. Kiefer, Tanne, Eiche oder Nussbaum. Die Holzstücke werden geputzt, geschliffen und imprägniert, danach fängt die eigentliche Arbeit an.
Zuerst wird eine Schicht selbst gemachten Kaninchenleims zum Schutz des Holzes aufgetragen. Darauf kommen sechs Schichten Gips, worauf dann gemalt wird. Danach werden die fühlbaren Erhebungen (Relief) im Bild mit “Aparejo” (Gips + Leim) aufgetragen, für gröbere Reliefs werden zusätzlich noch andere Stoffe verwendet. Auf das „Aparejo“ werden sechs Schichten „bol“ (Ton+Leim) aufgetragen. Die fertigen Goldflächen werden mit einem Edelstein poliert, damit die Farbe stärker glänzt. Die anderen Farben spielen mit dem Gold, sie wirken sanfter. Nun endlich kann das Malen selbst beginnen.

Das Farbgrundmaterial ist ein Gemisch aus Mineralerde und Eigelb. Je nachdem wie kräftig die Farbe werden soll, trägt man 3-6 Schichten übereinander auf. Dafür benutzt man nur destilliertes Wasser und ungemischte Farben. Andere Farbtöne oder Schattierungen erhält man durch Auftragen mehrerer Schichten übereinander. Der Hintergrund wird nach Vorbild der Natur oder Geometrie gemalt. Die Themen der Werke sind meist menschliche Figuren, jedoch unrealistisch und mit verfälschten Proportionen gemalt. Männer und Frauen verlieren ihre natürliche Identität, um ein Spiel des Pinsels zu werden.

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